Persönlich Schreiben, persönlich Übersetzen. Über Autofiktion und Theater.

Autobiografisches Material liegt fast allem literarischen Schreiben zugrunde – das gilt wohl für die gesamte Weltliteratur. Dass dieses jedoch explizit zum Stoff eines Textes wird und zu einem Ich-Erzähler führt, dafür sind die Franzosen besondere Experten, von Michel de Montaigne über Serge Doubrovsky, dem Erfi nder der »Autofi ktion«, bis hin zu Autor*innen wie Annie Ernaux und Emmanuel Carrère. Wie jedoch verhält es sich mit dem Schreiben in Ich-Perspektive im Theater, wo eigentlich mehrere Figuren unterschiedliche Standpunkte vertreten? Welche Art der Intimität mit dem Publikum schaffen Theaterstücke, die autobiografi sch gefärbt sind? Und welche Herausforderungen stellen sich an die Übersetzer*innen und Interpret*innen solcher Texte?

Claudia Hamm, Theaterregisseurin, Autorin und Übersetzerin u.a. von Emmanuel Carrère beschreibt anhand des Begriffs »Autofi ktion« aktuelle Tendenzen der französischen Literatur. Dabei erkundet sie gemeinsam mit dem Publikum live übersetzend Ausschnitte aus den Festivalstücken »Pourama Pourama« von Gurshad Shaheman und »Elise« von Elise Noiraud.

Diese Veranstaltung wird mitfinanziert von der Weltlesebühne