#  | Festival Primeurs

Remsi Al Khalisi

ist mit der Spielzeit 2022/23 Schauspieldirektor am Theater Münster. Als Chefdramaturg und stellvertretender Intendant am ETA Hoffmann Theater Bamberg bis 2021 hat er das Bamberger Theater in der deutschen Theaterlandschaft programmatisch neu positioniert und mit viel beachteten Uraufführungen und Regieentdeckungen überregional für große Aufmerksamkeit gesorgt. Remsi Al Khalisi wuchs in Berlin-Wedding auf. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Romanistik an der FU und der Mitbegründung und Co-Leitung der freien Spielstätte Theaterdock in Berlin-Moabit führte ihn sein erstes Engagement in die Dramaturgie der Schaubühne. Es folgten Stationen als Dramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin, am Theater Magdeburg und am Hans Otto Theater Potsdam. Als Regisseur arbeitete er in diversen freien Produktionen u.a. für das FFT Düsseldorf, das Neumarkt Theater Zürich und das WUK Wien.

Marine Bachelot Nguyen

ist Autorin und Regisseurin. 2004 gründet sie mit fünf anderen Autor*innen in Rennes »Lumière d’août«, Theatercompagnie und Autor*innenkollektiv. In ihrer Arbeit untersucht sie die Wechselbeziehungen zwischen Fiktion und Dokumentation und zwischen Individuum und Politik oder feministische und postkoloniale Stoffe. Während eines Aufenthaltsstipendiums in Saigon 2018 entstand »Circulations Capitales«, 2019 in Redon (Bretagne) et am MC2 Grenoble aufgeführt. Für ihr Stück »Söhne« erhielt sie den Sony Labou Tansi-Preis 2019 und den des Festival Primeurs 2019. Zuletzt entstanden die Texte “Circulations Capitales (mémoires familiales France-Viêtnam-Russie)” und “Akila le tissu d'Antigone”. 2023 inszenierte sie den Monolog “Nos corps empoisonnés”. Ihre Stücke werden von Lansman verlegt.

 

Aline Benecke

versteht den Körper als Archiv und sucht über den eigenen in Dialog zu treten mit Menschen, die historische Gewalt erfahren haben, oftmals vor dem Hintergrund kolonialer und faschistischer Geschichte. Alines Anliegen ist es, diese Menschen nicht zu objektivieren und bewusst an diasporisches Erfahrungs- und Alltagswissen anzuknüpfen. Aline betont dabei die immanente Ambivalenz der Frage von Herkunft und kulturellem Erbe und schafft es so, anhand von privater Erinnerung gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zu thematisieren. Alines künstlerische Prozesse beinhalten Denken, Diskursivieren, Fühlen, Recherchieren und Verbinden. Aline nimmt dabei unterschiedliche Rollen als Performer:in, Dramaturg:in, Raumhalter:in und -gestalter:in ein, damit diese Prozesse für ein Publikum sichtbar werden. Aline hofft dabei, normierenden und Gewalt reproduzierenden Tropen zu widerstehen

Jean-Louis Besson

ist emeritierter Professor für Theaterwissenschaft an den Universitäten Paris Nanterre und Louvain-la-Neuve. Seine Forschungsgebiete sind das deutsche Theater im XIX. und XX. Jahrhundert und die Regie- und Schauspielkunst. Er arbeitet als Dramaturg und hat zahlreiche deutsche Werke – Theaterstücke und theoretische Schriften – ins Französische übersetzt. Zur Zeit arbeitet er an der Übersetzung von Hans-Thies Lehmanns Tragödie und dramatisches Theater, von der der erste Band im Februar 2019 erschienen ist.

PD Dr. Annette Bühler-Dietrich

ist außerplanmäßige Professorin für Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft an der Universität Stuttgart. Von 2014 bis 2018 war sie DAAD-Lektorin an der Université Joseph Ki-Zerbo, Ouagadougou, Burkina Faso. Sie übersetzt aus dem Französischen ins Deutsche, u.a. Aristide Tarnagda, Penda Diouf, Raharimanana, Sèdjro Houansou und Hakim Bah. Zahlreiche Publikationen zum frankophonen afrikanischen Theater und zum deutschsprachigen Theater. Die Übersetzung von Raharimananas „Revenir“, „Zurückkehren“, ist 2022 erschienen bei Noack & Block.

Samia Dauenhauer

wurde 1984 in Wiesbaden geboren. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Schauspielschule Charlottenburg. Es folgten (Gast-)Engagements an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, am HAU Berlin, an der Neuköllner Oper und am Theater Morgenstern. Sie arbeite mit zahlreichen Regisseur*innen, u.a. mit Ulrich Rasche, Michael Thalheimer, Mex Schlüpfer, Lara-Sophie Milagro und Florian Fiedler. Mit Rosa von Praunheim sind mehrere Arbeiten entstanden. Samia Dauenhauer war und ist zudem in Fernseh- und Kinoproduktionen (z.B. Der Hirschensprung) zu sehen. Seit der Spielzeit 2021/22 ist sie festes Ensemblemitglied am Theater Oberhausen und wird in der Spielzeit 2022/23 als Gast am Theater Münster zu sehen sein, zunächst in „Pisten…“

Penda Diouf

schreibt für die Darstellenden Künste (Theater, Oper, Musik und Tanz). Ihre Stücke ("Die große Bärin", "Pisten...", "Noire comme l'or") wurden ins Deutsche, Englische, Armenische, Tschechische und Finnische übersetzt. Sie hat mehrere Auszeichnungen erhalten: Collidram für "Die große Bärin", Prix des comités de lecture de la Chartreuse les Avignon, Prix du jury au théâtre de la tête Noire. "Pisten..." ist aktuell nominiert für den Bernard Marie Koltès-Preis des Théâtre national de Strasbourg. Sie leitet auch Schreibworkshops, z.B. im Frauenhaus von Saint-Denis im Rahmen des Programms "Ecrivain en Seine Saint Denis", an der MC93 oder am Théâtre auditorium de Poitiers. Penda Diouf arbeitet regelmäßig an der Comédie de Valence, dem TAP und dem CDN de Poitiers sowie der Scène nationale d'Evry und ist Mitbegründerin des Labels "Jeunes textes en liberté" (mit Anthony Thibault), das junge Theaterautor*innen sowie eine größere Vielfalt an Erzählweisen und Darstellungsformen fördert.

Eva Doumbia

Geboren 1968. Sie arbeitet als Regisseurin und Schauspielerin in Marseille. Mit ihrer freien Theatergruppe La Part du Pauvre erarbeitete sie mehrere Inszenierungen (Moi et mon cheveu, Afropéennes, La Traversée), die von den blinden Flecken der Afrodiaspora in einem europäischen Frankreich handeln. Als Regisseurin adaptierte und inszenierte sie Werke von Léonora Miano, Aristide Tarnagda, Chester Himes, Maryse Condé, Edward Bond, Peter Turrini und Bertolt Brecht. Ihr Theaterstück "Drissa" (Titel im Original: "Le Iench") ist 2020 bei Actes Sud auf Französisch erschienen und auf Deutsch in der Übersetzung von Akilah Silke Güç in der Anthologie "Afropäerinnen". Es war nominiert für den Grand Prix de Littérature dramatique 2021, wurde mit dem Prix Bernard Marie Koltès des Lycées des Théâtre national de Strasbourg ausgezeichnet und war beim 15. Festival Primeurs 2021 zu sehen.

Dr. phil. Nora Haakh

lebt als Kulturwissenschaftlerin, Theatermacherin, Graphic Recorderin und (Visual) Performerin in Berlin. Sie studierte Islamwissenschaft, Politik und Geschichte in Berlin mit Aufenthalten in Paris, Istanbul und Kairo. Zwischen 2012 und 2015 betreute sie als Dramaturgin am Ballhaus Naunynstraße zahlreiche Produktionen und Festivals, seitdem frei im Bereich Sprech- und Tanztheater, Film, Performance, u.a. in langjähriger Zusammenarbeit mit Nora Abdel-Maksoud, der Grupo Oito und Ilker Abay. Ihr erstes Buch „Muslimierte Körper auf der Bühne“ erschien 2021. Ihre Dissertation "Layla und Majnun in der Contact Zone. Übertragungen aus dem Arabischen ins Deutsche im zeitgenössischen Theater" wurde 2021 mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihren künstlerischen Forschungen "Tree Translator" und "Mindscaping Kompliz_innen".  www.nora-haakh.de

Frederik Hahn alias Torch

gehört zur ersten HipHop-Generation Europas. Mit seiner Band Advanced Chemistry tourte er bereits Ende der 1980er Jahre durch den deutschsprachigen Raum, veröffentlichte u.a. Songs wie „Fremd im eigenen Land“ (1992) oder „Artikel Operation 3“ (1994) und begründete damit das Genre des Deutschen Conscious Rap. Mit seiner Verschmelzung von Rap, Philosophie und Literatur inspiriert er bis heute Generationen von HipHop-Künstler*innen – von Jan Delay bis Materia, die sich auf ihn beziehen. Sein Solo-Album „Blauer Samt“ (2000) gilt als eines der wichtigsten Alben des deutschen HipHop. Im Bereich der HipHop-Forschung brachte er als Experte für eine Vielzahl von Publikationen sein historisches Fachwissen ein und publiziert seit ein paar Jahren auch selbst („Blauer Samt – Eine Monografie“, 2021). Zudem gründete er 2019 das HipHop-Archiv in Heidelberg, kuratierte das HipHop-Symposium an der Popakademie Mannheim (2018) und ist seit 2021 Advisory Board Member des Global Hip Hop Studies Journal und des Universal Hip Hop Museum New York.

Claudia Hamm

fand über die Theaterregie z.B. am Burgtheater Wien und Théâtre des Bernardines Marseille, das Schreiben von Essays und Bühnentexten und lange Arbeitsaufenthalte in Frankreich, Italien, Mexiko und Chile zum Literaturübersetzen. Für ihre Übertragungen u.a. von Emmanuel Carrère, Joseph Andras, Édouard Levé, Nathalie Quintane war sie 2016 für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse und 2021 für den Christoph-Martin-Wieland-Preis nominiert und erhielt den Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie ist Mitgründerin des Festivals translationale berlin, Mentorin des Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms und unterrichtet(e) u.a. an der Akademie für Bildende Künste Wien, der Freien Universität Berlin, der Universität Göttingen, der Hochschule für Künste Bern und am Literaturinstitut Hildesheim Strategien des literarischen Schreibens und Übersetzens.

Christopher-Fares Köhler

studierte Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und an der Freien Universität Berlin. In der Spielzeit 2017/18 war er Teil der Dramaturgie an den Münchner Kammerspielen, bei Benjamin von Blomberg. In der Spielzeit 2018/19 war er Dramaturg des Exil Ensembles am Maxim Gorki Theater Berlin und Künstlerischer Referent des Co-Intendanten Jens Hillje. Ab der Spielzeit 2019/20 war er Dramaturg am Maxim Gorki Theater und arbeitete u. a. als Dramaturg der Produktion In My Room von Falk Richter. In den Spielzeiten 2020 bis 2022/23 ist er als Dramaturg am Schauspiel Dortmund tätig. Am Schauspiel Dortmund initiierte und kuratierte er das Queer-Festival. Köhler arbeitet als Übersetzer, vornehmlich für arabische Autor*innen.

Brigitte Korn-Wimmer

schloss ihr Studium der Theaterwissenschaften, Italienischen Philologie und Germanistik an der LMU München mit dem M.A. ab und war bis 1991 als Dramaturgin und Festivalmacherin an Theatern in München und Turin tätig. Sie leitete den Theaterstückverlag, Korn-Wimmer (GbR) in München seit dessen Gründung von 1993 bis Ende 2022. Freiberuflich arbeitet sie als Übersetzerin, Autorin, gelegentlich als Journalistin, Jurorin und als Gastdozentin an der LMU München, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Otto Falckenberg Schule München und der FAU Erlangen. 2007 wurde sie in Berlin mit dem ASSITEJ-Preis ausgezeichnet. Im Wintersemester 2022/23 wurde sie über den DÜF (Deutscher Übersetzerfonds) ausgewählt für eine Gastdozentur am Lehrstuhl für Romanistik, insbesondere italienische Literatur- und Kulturwissenschaft im europäischen Kontext, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in München.

Aidan Lavender

(kein Pronomen/they/them/theirs) absolvierte am Fachbereich für Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation an der Universität Hildesheim den Bachelor und Master mit Schwerpunkt Theater. Aidan moderiert, schreibt, performt und begleitet kreative Prozesse.

Anna Opel

(Jahrgang 1967) unterrichtet derzeit an der UdK im Studiengang Szenisches Schreiben „Theaterübersetzung“ und an der FH Potsdam im Studiengang Europäische Medienwissenschaft „Paxisseminar Audiowalk“. Übersetzt für S. Fischer z. Bsp. Tracy Letts und Christopher Durang, für Schultz & Schirm Michael Weller und andere. Zuletzt hat sie u.a. die Projekte der britisch-irischen Gruppe Dead Centre ins Deutsche übertragen. Frühjahr 2022: fünfwöchiger Rechercheaufenthalt zum Living Theatre in New York. Anna Opel schreibt außerdem Romane, Recherchen und Audiowalks. Ihre Artikel zur Berliner Theaterszene erscheinen in der Deutschen Bühne, Theater der Zeit; anderes auch in der NZZ und der Berliner Zeitung.

Leyla-Claire Rabih

Regisseurin und künstlerische Leiterin des Grenier Neuf. Seit ihrer Regieausbildung an der Ernst Busch Schule in Berlin arbeitet sie als Regisseurin an verschiedenen deutschen Theatern. 2008 gründet sie die Compagnie Grenier Neuf in Dijon, mit der sie Stücke von zeitgenössischen Autoren inszeniert (Michel Vinaver, Virginie Thirion, Louis Calaferte). Seit 2011 gibt sie mit Frank Weigand zusammen die Reihe »Scène – Neue französischsprachige Theaterstücke« heraus.

Guy Régis Jr

wurde 1974 in Port-au-Prince (Haiti) geboren und ist Autor, Regisseur, Übersetzer und Filmemacher. Viele seiner Texte, die Theaterstücke, Romane und Lyrik umfassen, wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er selbst übertrug Texte von Maeterlinck, Proust, Camus und Koltès ins haitianische Kreol. 2001 gründete er die Company NOUS Théâtre. Seine interdisziplinären Theaterarbeiten werden in Frankreich (Festival Les Francophonies de Limoges, Festival d’Avignon), in Haiti und international aufgeführt. Derzeit ist er künstlerischer Leiter des Festivals 4 Chemins in Port-au-Prince, das sich zu einem der prominentesten künstlerischen Ereignisse in der französischsprachigen Karibik entwickelt hat. 2021 wurde Guy Régis Jr zum Officier des Arts et des Lettres ernannt.

Lisa Wegener

Geboren 1982 in Leipzig, hat Dipl.-Übersetzung und M.A. Angewandte Literaturwissenschaft studiert. Sie übersetzt vorwiegend Theaterstücke und Essays aus dem Englischen, Französischen und Niederländischen, u.a. von Peter Brook, Dieudonné Niangouna, Jan Fabre, Virginie Despentes, Ella Hickson, Léonora Miano, Rébecca Chaillon. Als Übertitelerin betreute sie zahlreiche Produktionen an Stadttheatern und in der freien Szene. Sie arbeitet zu Phänomenen des Intertextuellen und Intermedialen in der Übersetzung für die Bühne, Strategien der Dekolonisierung und queer-feministischer Übersetzung in Theorie und Praxis. Sie ist Herausgeberin von Afropäerinnen – Theatertexte aus Frankreich und Belgien (2021) und Surf durch undefiniertes Gelände – Internationale queere Dramatik (2022).

Nine Fumi Yamamoto-Masson

ist eine japanisch-französische interdisziplinäre Künstlerin, Forscherin und Übersetzerin. Sie studierte Kunstgeschichte, Japanologie und Filmwissenschaften an den Universitäten Sorbonne (Paris), Humboldt (Berlin), NYU (New York), Goldsmiths (London), Waseda (Tokyo) Kulturwissenschaften, Anglistik-Amerikanistik und promoviert an der Universität Amsterdam zur inter-asiatisch-diasporischen “Trostfrauen” Bewegung. Schwerpunkte ihrer künstlerischen Praxis, akademischen Forschung und Community-Arbeit sind Wissensregime und gegenderte Nekropolitiken der japanischen, europäischen und US-amerikanischen (neo-)Imperialismen, sowie Formen vernetzten Widerstandes und künstlerischen Methoden in internationalistisch-antiimperialistischen Allianzen gegen hegemoniale Narrative.

Melmun Bajarchuu

bewegt sich an den Grenzbereichen von Kunst, Theorie und Politik als Denkerin und Diskurspartnerin und übernimmt in kollaborativen künstlerischen Prozessen diverse Rollen, u.a. als critical companion, Kuratorin und Produktionsleitung. Hin und wieder übersetzt sie Theatertexte aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche und gestaltet Übertitel.

Corinna Popp

studierte Theaterwissenschaften und Germanistik an der Sorbonne Nouvelle Paris 3. Anschließend verschiedene Tätigkeiten am Theater (Dramaturgie, Regie & Regieassistenz, Jugendarbeit, Übertitelung & Probendolmetschen) am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, im Kollektiv zeitgeistgruppe und mit dem Regisseur Sylvain Creuzevault. 2018 und 2019 war sie Dramaturgin am Saarländischen Staatstheater, wo sie u.a. für das Festival Primeurs verantwortlich war. Seit 2013 arbeitet sie außerdem freiberuflich als Literaturübersetzerin aus dem Französischen. Sie hat u.a. Werke von Alain Badiou, Antoine de Saint-Exupéry, Jérôme Meizoz oder Gwendoline Soublin übersetzt, gemeinsam mit letzterer erhielt sie vor kurzem den Deutschen Kindertheaterpreis 2022. Aktuell arbeitet sie an einer Herausgabe und Übersetzung der Schriften von Antoine Vitez (erscheint 2023 im Alexander Verlag Berlin). 

Nina Rühmeier

studierte Theaterwissenschaft, Neuere Geschichte und Neue deutsche Literatur in Berlin und Paris. Von 2006 bis 2011 war sie zunächst als Dramaturgieassistentin, dann als Dramaturgin am Maxim Gorki Theater Berlin engagiert (Intendanz Armin Petras). Anschließend arbeitete sie als freie Dramaturgin u. a. am Schauspielhaus Zürich und für das Theaterkollektiv Franz von Strolchen. Es folgte von 2013 bis 2018 ein Festengagement am Schauspiel Köln (Intendanz Stefan Bachmann). Heute arbeitet Nina Rühmeier freiberuflich als Übersetzerin und Dramaturgin, zuletzt mit den Regisseur*innen Philine Velhagen, Rainald Grebe, Armin Petras, Monika Dobrowlanska, der Gruppe subbotnik, sowie dem Kollektiv Polar Publik, dessen Gründungsmitglied sie ist und für das sie auch die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

Bettina Schuster-Gäb

Schauspieldramaturgin am Saarländischen Staatstheater, Festivalleitung. Sie studierte Kulturwissenschaften, Romanistik, Komparatistik und Psychologie an der Universität des Saarlandes. Erste Engagements führten sie seit 2007 an das Maxim Gorki Theater Berlin, das Saarländische Staatstheater, das Schleswig-Holsteinische Landestheater und seit 2015 wieder zurück nach Saarbrücken. In dieser Zeit entstanden wichtige Arbeiten mit Marie Bues, Bettina Bruinier, Marcus Lobbes, Laura Linnenbaum und Wolfram Apprich. Zudem erscheinen erste wissenschaftsjournalistische Arbeiten zu Wajdi Mouawad, quebecker Dramatik und Rimini Protokoll. Das seit 2007 bestehende, jährlich stattfindende Theaterautorenfestival »Festival Primeurs – Festival für frankophone Gegenwartsdramatik« – ein grenzübergreifendes Projekt in Zusammenarbeit mit dem Le Carreau – Scène Nationale de Forbach et de l’Est mosellan, mit SR 2 Kulturradio/Saarländischer Rundfunk und dem Institut Français Saarbrücken – kuratiert und koordiniert sie seitens des Saarländischen Staatstheaters. 

Frank Weigand

lebt als Kulturjournalist und Theaterübersetzer in Berlin. Er leitet regelmäßig Übersetzer*innenworkshops (FU Berlin, UdK Berlin, LMU München, Festival d'Avignon, La Mousson d'été, École Nationale de Théâtre du Canada, etc.). Bislang hat er rund 150 Theaterstücke hauptsächlich französischer und frankophoner Dramatiker, mehrere Romane sowie Sachbücher aus den Bereichen Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übertragen. Außerdem übersetzt er aus dem Englischen, sowie im Tandem auch aus dem Rumänischen und Hebräischen. Seit 2011 gibt er mit Leyla-Claire Rabih die Theateranthologie „Scène - neue französischsprachige Theaterstücke“ heraus. 2022 war er für zwei Semester als Gastdozent an der Universität Mannheim tätig. Er initiierte das Webarchiv und Magazin PLATEFORME.DE

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