Lisa Wegener

Geboren 1982 in Leipzig, hat Dipl.-Übersetzung und M.A. Angewandte Literaturwissenschaft studiert. Sie übersetzt vorwiegend Theaterstücke und Essays aus dem Englischen, Französischen und Niederländischen, u.a. von Peter Brook, Dieudonné Niangouna, Jan Fabre, Virginie Despentes, Ella Hickson, Léonora Miano, Rébecca Chaillon. Als Übertitelerin betreute sie zahlreiche Produktionen an Stadttheatern und in der freien Szene. Sie arbeitet zu Phänomenen des Intertextuellen und Intermedialen in der Übersetzung für die Bühne, Strategien der Dekolonisierung und queer-feministischer Übersetzung in Theorie und Praxis. Sie ist Herausgeberin von Afropäerinnen – Theatertexte aus Frankreich und Belgien (2021) und Surf durch undefiniertes Gelände – Internationale queere Dramatik (2022).

Prof. Dr. Romana Weiershausen

Professorin für Frankophone Germanistik an der Universität des Saarlandes. Sie studierte Deutsche Philologie und Mathematik in Göttingen und war zu Studien in den Fächern Lettres Modernes und Études Franco-Allemandes in Paris (Nanterre und Sorbonne Nouvelle). Aktuell leitet sie in Kooperation mit der Universität Halle im Kontext von Flucht und Migration eine Hans Böckler-Nachwuchsforschergruppe zum Theater als Verhandlungs- und Partizipationsraum im deutsch-französischen Vergleich. Ein weiteres Forschungsprojekt zu „Coprésences dramatiques, théâtrales et sociales“ – in Verbindung mit den Universités de Strasbourg und Lorraine (Metz) und vom CIERA gefördert – läuft gerade an.

Frank Weigand

Geboren 1973 in Stuttgart, Studium der Romanistik, Philosophie und Komparatistik in Mainz und Dijon, lebt als freiberuflicher Kulturjournalist und Übersetzer in Berlin. Er interessiert sich vor allem für kollaborative Übersetzungsprozesse und den machtpolitischen Aspekt sprachlicher und kultureller Übertragung. In diesem Zusammenhang leitet er regelmäßig Übersetzer*innenworkshops in Deutschland, Frankreich und Kanada (FU Berlin, UdK Berlin, LMU München, Festival d'Avignon, La Mousson d'été, École Nationale de Théâtre du Canada, Deutscher Übersetzerfonds etc.). Bislang hat er rund 140 Theaterstücke hauptsächlich französischer und frankophoner Dramatiker, mehrere Romane sowie Sachbücher aus den Bereichen Soziologie, Philosophie und Performancetheorie ins Deutsche übertragen. Außerdem übersetzt er Theatertexte aus dem Englischen, sowie im Tandem mit muttersprachlichen Kolleg:innen auch aus dem Rumänischen und Hebräischen. Seit 2011 gibt er gemeinsam mit der Regisseurin Leyla-Claire Rabih die Theateranthologie „SCÈNE - neue französische Theaterstücke“ im Verlag Theater der Zeit heraus. Als Kulturjournalist ist er für Medien wie Die Deutsche Bühne, Tanz, Theater der Zeit, taz, Die Welt, Berliner Morgenpost tätig und war Mitglied der Jurys des Haupstadtkulturfonds, der Spielstättenförderung und der spartenoffenen Förderung (City Tax) der Stadt Berlin.

Sabine Westermaier

1971 in München geboren, studierte von 1992 bis 1998 Theaterwissenschaft und audiovisuelle Medien, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Pädagogik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Von 1999 bis 2004 war sie Dramaturgin am Theaterhaus Jena, ab 2002 in leitender Funktion zusammen mit Claudia Bauer und Reinald Grebe. Von 2005 bis 2009 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Stuttgart engagiert, von 2009 bis 2017 arbeitete sie als Lektorin bei henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin. 

Dr. Christoph Vatter

Professor für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation mit Schwerpunkt Kulturtheorie und Kommunikationsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er ist Mitglied der internationalen Forschungsgruppe Populärkultur transnational (Luxemburg/Saarbrücken) und des deutsch-kanadischen DFG-Graduiertenkollegs Diversity: Mediating difference in transcultural spaces (Saarbrücken/Trier/Montréal). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Lernen, frankophone Medien- und Kulturwissenschaft, Frankophonie (insb. Québec und frankophones Afrika), kulturelle Diversität und Erinnerungskulturen. Aktuelle Publikationen: Interkulturelle Kommunikation in / mit Afrika: neue Perspektiven / Intercultural communication in/with Africa: new perspectives. Dossier Interculture-Journal, Bd. 18, Nr. 32, 2019 (hg. mit Ibrahima Diagne); Fluchtraum Europa. Interdisziplinäre Perspektiven. Baden-Baden: Nomos, 2020 (hg. mit Patricia Oster); Mensch-Tier-Beziehungen in den frankophonen Kulturen, Literaturen und Medien. Les relations entre homme et animal dans les cultures, littératures, et médias francophones. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2020 (hg. mit Doris G. Eibl).

Ela zum Winkel

Theater- und Filmschauspielerin, Regisseurin und Übersetzerin. Sie ist Absolventin der Schauspielschule Cours Florent und studierte Übersetzen und Dolmetschen an der Universität Wien. Zweisprachig aufgewachsen, ist sie heute in Frankreich, Deutschland und Österreich tätig. Sie nahm 2019 an der deutsch-französischen Übersetzungswerkstatt Theater-Transfer teil und war 2021 Stipendiatin des Goldschmidt-Programms.

Franziska Baur

Dramaturgin und Übersetzerin. Aufgewachsen in Süddeutschland und Nairobi, studierte sie in Konstanz, Lyon und Paris. Sie war Dramaturgieassistentin am Schauspiel Stuttgart. In Paris lebend bewegt sie sich an der Schnittschnelle zwischen Theater, Lyrik und Übersetzung. Zuletzt arbeitete sie u.a. mit dem Collectif Aubervilliers und Alain Françon. 2019 und 2020 erhielt sie den Übersetzerpreis des Festival Primeurs.

Annette Bühler-Dietrich

ist außerplanmäßige Professorin für Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft an der Universität Stuttgart. Von 2014 bis 2018 war sie DAAD-Lektorin an der Université Joseph Ki-Zerbo, Ouagadougou, Burkina Faso. Sie übersetzt u.a. Aristide Tarnagda, Penda Diouf, Raharimanana, Sèdjro Houansou und Hakim Bah. Zahlreiche Publikationen zum frankophonen afrikanischen Theater und zum deutschsprachigen Theater, darunter „Formen des Miteinanders im frankophonen afrikanischen Theater“. In: Interculture-Journal. Zeitschrift für interkulturelle Studien. Schwerpunkt Afrika. Hg. Ibrahima Diagne und Christoph Vatter. 18/32 (2019): 179-198. www.interculture-journal.com/..377 sowie Le CITO – un maillon fort du théâtre au Burkina Faso. 20 ans de créativité et de résistance.Ouagadougou : Œil Collection, 2017. Gerade arbeitet sie mit einer Förderung des DÜF an der Übersetzung von Raharimanans Roman Revenir(2018), die bei Noack &Block erscheinen wird.  

Christiane Dietrich

Doktorandin in Germanistik an der Universität Sorbonne Nouvelle Paris und der Universität des Saarlandes in der Nachwuchsforschergruppe „Migration und Flucht: Theater als Verhandlungs- und Partizipationsraum im deutsch-französischen Vergleich (1990 bis heute)“ (gefördert von der Hans Böckler Stiftung). In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit der Rolle von Migrant*innen in partizipativen Theaterproduktionen in Deutschland und Frankreich. Sie studierte Soziologie, Romanistik und Öffentliches Recht in Freiburg.
 

Eva Doumbia

Geboren 1968. Sie arbeitet als Regisseurin und Schauspielerin in Marseille. Mit ihrer freien Theatergruppe La Part du Pauvre erarbeitete sie mehrere Inszenierungen (Moi et mon cheveu, Afropéennes, La Traversée), die von den blinden Flecken der Afrodiaspora in einem europäischen Frankreich handeln. Als Regisseurin adaptierte und inszenierte sie Werke von Léonora Miano, Aristide Tarnagda, Chester Himes, Maryse Condé, Edward Bond, Peter Turrini und Bertolt Brecht. Ihr Theaterstück "Drissa" (Titel im Original: "Le Iench") ist 2020 bei Actes Sud auf Französisch erschienen und auf Deutsch in der Übersetzung von Akilah Silke Güç in der Anthologie "Afropäerinnen". Es wurde mit dem Grand Prix de Littérature dramatique 2021 ausgezeichnet und ist beim 15. Festival Primeurs 2021 im Wettbewerb zu sehen.

Dr. Yvonne Griesel

Dolmetscherin, Übersetzerin und Übertitlerin für zahlreiche Theater, Festivals und Verlage. Neben ihrer langjährigen Lehrtätigkeit in der Übersetzer:innenausbildung an der Humboldt-Universität zu Berlin veröffentlichte sie mehrere Bücher zum Thema Translation im Theater, zuletzt WELTTHEATER VERSTEHEN (2014) und macht seit 2021 den Podcast Über Übersetzen.

Mit ihrer Firma SPRACHSPIEL überträgt sie fremdsprachige Inszenierungen für Festivals und Gastspiele. Sie ist Mitglied im VDÜ, der DG, von Drama Panorama und ist im Vorstand des ITI Germany.

www.sprachspiel.org und www.ueberuebersetzen.de

 

Dr. Dirk Olaf Hanke

begann seine dramaturgische Tätigkeit 1988 am Schlosstheater Moers. Nach fünf Spielzeiten wechselte er in die Schauspieldramaturgie der Nationaltheaters Mannheim. Es folgten weitere Engagements an verschiedenen Theater, darunter am Stadttheater Konstanz, am Oldenburgischen Staatstheater, am Hans Otto theater Potsdam, dem Landestheater Coburg und dem Vorarlberger Landestheater in Bregenz. Er war Schauspieldirektor und Chefdramaturg des Stadttheater Gießen (2004-2008) und Schauspieldirektor des Südthüringischen Staatstheaters in Meiningen (2009-2014). Darüber hinaus leitete er verschiedene Autoren-Festivals. Seit Dezember 2016 ist Dirk Olaf Hanke Verlagsleiter des Drei Masken Verlags in München.

Sébastien Jacobi

Ausbildung als Schauspieler an der Hochschule für Musik & Darstellende Kunst, Frankfurt/Main. Festengagements führten ihn an das Theater Basel, Theater Dortmund, Schauspiel Köln und an das Schauspiel Frankfurt. Gastengagements u.a. nach Mainz, Darmstadt, Bregenz, Klagenfurt, Bad Hersfeld und Berlin. Er arbeitete u.a. mit folgenden Regisseur*innen: Bettina Bruinier, Alice Buddeberg, Daniel Cremer, Christoph Loy, Michael Thalheimer, Martin Wuttke, Dusan David Parizek, Philipp Preuß und Jan-Christoph Gockel. Er arbeitete immer wieder auch als Regisseur. So inszenierte er in Den Haag, am Schauspiel Frankfurt, dem Theater Bielefeld, dem Staatstheater Stuttgart und dem Saarländischen Staatstheater. Für das Ingmar Bergmann Festival am Dramaten Stockholm inszenierte er einen Monolog. 

Dorothea Lautenschläger

1990 in Südhessen geboren, studierte Theaterwissenschaft und Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Regie an der HfMDK Frankfurt am Main und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diverse Regieassistenzen am Staatstheater Wiesbaden, Stadttheater Münster und in der Freien Szene in Hamburg. Aktuell arbeitet sie außerdem als Produktionsleiterin bei dem Podcast "Über Übersetzen", drama panorama eV. und weiteren Projekten im Bereich der Theaterübersetzung.

Lara-Sophie Milagro

Berlinerin, studierte Schauspiel in London und New York und Gesang in Berlin. Sie spielte u.a. am Staatstheater Mainz, Theater Kassel, Gorki Theater Berlin, Residenztheater München und an den Münchner Kammerspielen. Zusammenarbeit mit Regisseur*innen wie Frank Patrick Steckl, Antoine Uitdehaag und Julia Wissert. Als Autorin / Regisseurin schrieb / inszenierte sie „Heimat, bittersüße Heimat“ (Ballhaus Naunynstrasse '11), „Satoe“ (Nationaltheater Mannheim '13), „Dauerkolonie Berlin“ (Ballhaus Naunynstrasse, '18), „Winterzeit (HAU Berlin, '18), „Auf Noahs blutigem Regenbogen tanzen wir“ (Gorki Theater Berlin, '20) und wirkte bei all diesen Produktionen auch als Schauspielerin mit. Sie war zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. im Tatort Weimar (ARD '17), „Dogs of Berlin“ (Netflix '18) und dem TV-Mehrteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes“ (ARD, '20) an der Seite von Matthias Brandt und Karoline Schuch. Sie ist außerdem als Synchronsprecherin tätig, zuletzt für die Netflix Produktion „His House“ ('20) und den Arte Film „Les Heritieres“ ('21). Von 2018-2021 schrieb sie zudem für nachtkritik.de die monatliche Kolumne „Heimatgeschichten“. 2022 wird der Theaterfilm „Emmett, tief in meinem Herzen“ erscheinen (Premiere am Hebbel Theater Berlin), an dem Lara-Sophie Milagro als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin mitgewirkt hat.

Mehdi Moradpour

Autor, Gerichts- und Community-Dolmetscher sowie Übersetzer für Persisch (Farsi & Dari) und Spanisch. Nach einem technischen Studium im Iran studierte er ab 2004 Hispanistik, Informatik, Soziologie, Amerikanistik und Arabistik in Leipzig und Havanna sowie ab 2014 Szenisches Schreiben in Graz. Währenddessen war er in verschiedenen Funktionen in freien Theatergruppen tätig und schrieb journalistische Beiträge über Kultur und Theater. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet und übersetzt. Zusammenarbeiten u.a. mit der Deutschen Oper Berlin, Maxim Gorki Theater, Theater Konstanz, Schauspielhaus Wien, Wiener Festwochen, Grips Theater und Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2020/21 gehört er als Dramaturg zum Künstlerischen Leitungsteam der Kammerspiele.

Laurent Muhleisen

Geboren 1964 in Straßburg. Er ist freiberuflicher Übersetzer mit Spezialisierung auf dem zeitgenössischen deutschen Theater. Künstlerischer Leiter des internationalen Zentrums für Theaterübersetzung „Maison Antoine Vitez“ und literarischer Berater an der Comédie-Française. Seit 2017 ist er Mitglied des Deutsch-Französischen Hohen Kulturrates. Er ist außerdem Mitglied des Verwaltungsrats von La Chartreuse - Centre national des écritures du spectacle (staatliches Zentrum für Bühnentexte) und Co-Leiter des Programms „Transfert Théâtral / Theater Transfer“ des Goethe-Instituts in Paris und des Institut Français in Berlin.

Julie Paucker

Dramaturgin, Autorin und Künstlerische Leiterin des Schweizer Theatertreffens, eines Festivals, das die diversen ästhetischen Handschriften der mehrsprachigen Schweizer Theaterlandschaft in den Fokus stellt. Sie ist Vorsitzende der transnationalen KULA Compagnie, die mit Spieler*innen aus Frankreich, Afghanistan, Israel, China, Deutschland und der Schweiz arbeitet, und mit der sie freie Projekte in Deutschland, Frankreich und der Schweiz realisiert. Zurzeit entstehen die Projekte: „Cloud Daughters“ und „Beide Quellen meines alten Blutes“ in Berlin und Zürich, sowie in Vorbereitung das deutsch-französische Stück: „Me.Médée“. Ihr Stück „Wandersterne“ (Text: Julie Paucker & Sam Hunter, nach Sholem Alejchem) ist aktuell an der Vagantenbühne Berlin zu sehen. Als Dozentin im Bereich Dramaturgie, Regie und interkulturelles/mehrsprachiges Theater arbeitet sie regelmässig an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg und gab Guest lectures an der Hochschule ESAD in Paris, der August Everding in München und 2019 an Universitäten in Texas und Atlanta, USA. Sie war Dramaturgin und Mitglied des Leitungsteams am Theater Basel, am Nationaltheater Weimar und Gastdramaturgin am Theater Sankt Gallen, am Volkstheater Wien (u.a.). rencontre-theatre-suisse.ch/de und kulacompagnie.eu

Leyla-Claire Rabih

Regisseurin und künstlerische Leiterin des Grenier Neuf. Seit ihrer Regieausbildung an der Ernst Busch Schule in Berlin arbeitet sie als Regisseurin an verschiedenen deutschen Theatern. 2008 gründet sie die Compagnie Grenier Neuf in Dijon, mit der sie Stücke von zeitgenössischen Autoren inszeniert (Michel Vinaver, Virginie Thirion, Louis Calaferte). Seit 2011 gibt sie mit Frank Weigand zusammen die Reihe »SCÈNE – Neue französische Theaterstücke« heraus.

Juliette Ronceray

ist französisch-österreichischer Herkunft, sie wurde in Frankreich geboren und lebt seit über 10 Jahren in Deutschland. Sie studierte im Bereich Interkulturelle Europäische Studien mit Schwerpunkt Linguistik und Übersetzung, in einem Doppelstudium zwischen Regensburg und Clermont-Ferrand. Den Blick hinter die Kulissen der Theaterwelt entdeckte sie 2014 während eines Assistenzsemesters beim Festival PERSPECTIVES, dem deutsch-französischen Festival der Bühnenkunst in Saarbrücken. Nach verschiedenen Berufserfahrungen in Frankreich, Deutschland und Österreich arbeitet sie seit 2019 als Referentin für deutsch-französische Öffentlichkeitsarbeit bei Le Carreau, wo sie auch die deutsch-französischen Workshops begleitet, die es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Schulen und Vereinen der Grenzregion ermöglichen, sich zu treffen, beide Sprachen zu sprechen und ein multidisziplinäres und mehrsprachiges Kulturangebot zu entdecken.

Juliane Schmidt

Geboren 1975, ist seit 2010 leitende Dramaturgin der Hörspielabteilung bei rbbKultur. Ihre Arbeiten spiegeln die vielfältigen Möglichkeiten des Hörspiels wider: klassische Formen der Romanadaption bis hin zu experimenteller Klangkunst bilden ihr Repertoire. Die Kunst des Erzählens gibt sie u.a. in Studierendenprojekten in Kooperation mit der UdK weiter. So entstand beispielsweiße mit der Regisseurin Christine Nagel das Hörspiel „Es wird schon nicht so schlimm“. In Zusammenarbeit mit Judith Lorentz brachte sie u.a. "Ick bin nun mal Friseuse" nach dem Film von Laila Stieler hervor, sowie die Hörspielserie „Unterleuten“ nach dem Roman von Juli Zeh, die 2019 den Deutschen Hörbuchpreis gewann.

Mira Lina Simon

studierte Theaterwissenschaft, Romanistik und Neuere Deutsche Literatur und arbeitete von 2013-2019 als Produzentin und im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der darstellenden Kunst und Literatur. 2019 nahm sie u.a. an der Werkstatt Theater Transfert teil. 2020 war sie Stipendiatin des Goldschmidt-Programms und der Berliner Übersetzerwerkstatt. Sie übersetzt Prosa, Lyrik und Dramatik.

Lisa Skwirblies

Geboren 1985 ist Lisa Skwirblies Postdoc am Institut für Theaterwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie forscht zur Verbindung von deutscher Kolonial- und Theatergeschichte und zu dekolonialen Methodologien für die Theaterhistoriographie. Ihren PhD erhielt sie 2018 von der University of Warwick und erhielt von 2018 bis 2020 ein Marie Curie International Fellowship im Rahmen des EU Horizon 2020 Programmes.

Nina Thielicke 

Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft arbeitete sie als Produzentin und Dramaturgin für Tanz und Performance, u.a. für das Performance-Kollektiv Gob Squad. Kleinere Projekte führten sie ins Textil- und Kostümdesign. Seit 2007 ist sie beim Deutschen Übersetzerfonds für die Projektförderung und kulturelle Bildung zuständig und konzipiert Projekte, Veranstaltungen und Konferenzen. Zuletzt co-kuratierte sie den Übersetzertag "Wer spricht? Literaturübersetzung zwischen kolonialem Erbe und Political Correctness" und entwickelte das Projekt "Echt absolut – literarisches Übersetzen mit Jugendlichen".

 

 

Bettina Schuster-Gäb

Schauspieldramaturgin am Saarländischen Staatstheater, Festivalleitung. Sie studierte Kulturwissenschaften, Romanistik, Komparatistik und Psychologie an der Universität des Saarlandes. Erste Engagements führten sie seit 2007 an das Maxim Gorki Theater Berlin, das Saarländische Staatstheater, das Schleswig-Holsteinische Landestheater und seit 2015 wieder zurück nach Saarbrücken. In dieser Zeit entstanden wichtige Arbeiten mit Marie Bues, Bettina Bruinier, Marcus Lobbes, Laura Linnenbaum und Wolfram Apprich. Zudem erscheinen erste wissenschaftsjournalistische Arbeiten zu Wajdi Mouawad, quebecker Dramatik und Rimini Protokoll. Das seit 2007 bestehende, jährlich stattfindende Theaterautorenfestival »Festival Primeurs – Festival für frankophone Gegenwartsdramatik« – ein grenzübergreifendes Projekt in Zusammenarbeit mit dem Le Carreau – Scène Nationale de Forbach et de l’Est mosellan, mit SR 2 Kulturradio/Saarländischer Rundfunk und dem Institut Français Saarbrücken – kuratiert und koordiniert sie seitens des Saarländischen Staatstheaters. Ihr Interesse gilt gesellschaftlichen Prozessen, die sie nebst in regulären Produktionen, in Diskurs-Formaten mit regionalen Akteuren auslebt. So leitete sie 2016 zusammen mit Christoph Diem die Denkraumwochen »WAS WERDEN WIR WERDEN? – Migration. Deutschland. Verstehen.« – ein Festival mit 30 ins Arabische und Farsi gedolmetschten Veranstaltungen in 6 Wochen – und moderiert die seit 2017 fortlaufende Empowerment-Reihe SUPPENKÜCHE in der sparte4, bei der mit lokaler Expertise, Graphic Recorder und demokratischer Beteiligung ein Austausch rund um aktuelle Themen und einen Teller Suppe stattfindet.

Corinna Popp

Projektmitarbeit Primeurs PLUS. Sie studierte Theaterwissenschaften und Germanistik an der Sorbonne Nouvelle - Paris 3 von 2001-2007. Anschließend verschiedene Tätigkeiten am Theater (Dramaturgie, Regie & Regieassistenz, Jugendarbeit, Sprechchorleitung, Übertitelung & Probendolmetschen) am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, im Kollektiv zeitgeistgruppe mit Alida Breitag, Lisa Überbacher und Maria Walser und in Zusammenarbeit mit dem französischen Regisseur Sylvain Creuzevault. Von 2018 bis Ende 2019 war sie als Elternzeitvertretung von Bettina Schuster-Gäb als Schauspieldramaturgin am Saarländischen Staatstheater engagiert, wo sie u.a. für das Festival Primeurs verantwortlich war und im Rahmen des Programms "echt absolut - literarisches Übersetzen mit Jugendlichen" einen deutsch-französischen Jugendclub leitete. Seit 2013 arbeitet sie außerdem freiberuflich als Literaturübersetzerin aus dem Französischen und hat u.a. Werke des Philosophen Alain Badiou, des Schweizer Literaturpreisträgers Jérôme Meizoz oder der Dramatikerin Gwendoline Soublin übertragen. 2015 erhielt sie den Hamburger Übersetzerpreis für ihre Neuübersetzung von »Terre des hommes« von Antoine de Saint-Exupéry („Die Erde der Menschen“ im Marix Verlag).

Nina Rühmeier

Marketing & Öffentlichkeitsarbeit Festival Primeurs und Primeurs PLUS. Sie studierte Theaterwissenschaft, Neuere Geschichte und Neue deutsche Literatur in Berlin und Paris. Von 2006 bis 2011 war sie zunächst als Dramaturgieassistentin, dann als Dramaturgin am Maxim Gorki Theater Berlin engagiert (Intendanz Armin Petras). Anschließend arbeitete sie als freie Dramaturgin u. a. am Schauspielhaus Zürich und für das Theaterkollektiv Franz von Strolchen. Es folgte von 2013 bis 2018 ein Festengagement am Schauspiel Köln (Intendanz Stefan Bachmann). Heute arbeitet Nina Rühmeier freiberuflich als Übersetzerin und Dramaturgin, zuletzt mit den Regisseur*innen Philine Velhagen, Rainald Grebe, Armin Petras, Monika Dobrowlanska, der Gruppe subbotnik, sowie dem Kollektiv Polar Publik, dessen Gründungsmitglied sie ist und für das sie auch die Öffentlichkeitsarbeit verantwortet.

Primeurs PLUS wird gefördert von: